Archive For: Eigene Projekte

Schwungvolle Stadtwerke

Ein Gebäude ohne Ecken und Kanten, das sind die Stadtwerke in Eichstätt im schönen Altmühltal. Das Besondere des Bauwerkes, seine schwungvollen Linien scheinen sich auf die gute Stimmung der Mitarbeiter zu übertragen. Die freundliche Atmosphäre beginnt schon am Empfang und trägt sich durch das ganze Haus. Egal wen man trifft, von der Empfangsdame bis zum Leiter der Stadtwerke, Herrn Brandl, ist ein freundliches Miteinander im Tagesgeschäft typisch.

Das Bauwerk selbst könnte sich nicht harmonischer in das Landschaftsbild zwischen der Willibaldsburg und der Altmühl einfügen. Eine lange Fensterreihe lässt erfrischendes Tageslicht in das Gebäude. Die natürlichen Farben in den Gängen spiegeln das Aussen nach Innen wider. Keine der Farben wirkt aufdringlich oder dominant. Im Boden zeigt sich das Blau des Wassers (Altmühl), das Grün in den Türen und Säulen (Bäume), das Weiß der Wände (Steinbrüche) und das Grau der Felsen. Das Gebäude der Stadtwerke Eichstätt ist eine gelungene und ansprechende Kombination aus unterschiedlichen Materialien, Farben und Formen.

Fotografie - digitale lichtbildgestaltung - Design, Wolfgang Bertl, Eichstätt

 

Eine neue muss her!

Die alte ist im Laufe der Jahre doch etwas herunter gekommen. Das Kochen mit ihr ist einfach nicht mehr zeitnah und das Geschirrspülen fällt ihr auch sehr schwer. Alles dreht sich ihr im Kreis, es quietscht und kracht, hinterher ist alles triefend nass und die Teller sind mehr verschmiert als sauber. Sie schafft es nicht mal mehr die Lebensmittel sicher und dauerhaft zu kühlen. Ja, sie ist einfach am Ende. Wir wollen endlich eine neue Küche! Eine in der unser neues Geschirr Platz findet, mit der das Kochen wieder richtig Spass macht und wir leckere Menüs genießen können. So eine Küche wie diese:

Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

 

Architektur Wettbewerb 1988 – Stadtwerke Eichstätt

Das Gebäude der Stadtwerke, Eichstätt war das Ergebnis eines Architektur Wettbewerbs aus dem Jahr 1988. Beauftragt wurde seinerzeit das Münchener Architekturbüro Prof. Michael Gaenßler. Mit Blick auf die Willibaldsburg passt sich das Gebäude nahtlos in die gekrümmte Straßenführung ein. Die viertelkreisförmige und kraftvolle Bauweise des Gebäudes, sowie die Verwendung von Natursteinen aus der Region tragen zur Festigkeit und somit auch zur  Verantwortung gegenüber der Stadt Eichstätt bei.

Projektdetails
Gebäudetyp:
Büro- und Verwaltungsgebäude
Material Tragwerk: Stahlbeton
Material Innenausbau: Beton, Stahlbeton, Metall, Stahl, Naturstein

Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

 

Deep Space in Prague

Letztes Wochenende besuchten meine Frau und ich für zwei Tage Prag, die Hauptstadt der Tschechische Republik, um ihre Schwägerin dort zu treffen. Auf dem Weg vom Hotel in die City hatten uns für die preiswertere U-Bahn entschieden. Als wir am Bahnsteig ankamen war er menschenleer und so still, dass unsere Worte von den Wänden wieder hallten.

Die Wände, dunkelblau, waren mit bronzenen Nieten gestaltet, die in langen Linien zum Ende des Bahnsteiges führten. Dort konnte man das endlos tiefe schwarze Loch sehen, dass scheinbar in die Unendlichkeit des Raumes führte und das mich mehr und mehr in seinen Bann zog. Das Gespräch meiner Frau mit ihrer Schwägerin rückte in weite Ferne, während ich meiner Phantasie freien Lauf ließ und sich vor mir ein phantastisches Bild eröffnete …

Architektur, Fotograf, Wolfgang G. Bertl, Eichstätt

Architektur, Fotograf, Wolfgang G. Bertl, Eichstätt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beziehungen zwischen neu und alt

Städte sind beliebt und werden es nicht nur für junge Menschen immer mehr. Die Menschen kommen aus dem nahen und fernen Umland der Ausbildungs- und Arbeitsplätze wegen. Für ältere Menschen bieten Städte und im Besonderen die Innenstädte neben einer guten Infrastruktur vor allem viele kulturelle Angebote und bessere Freizeitmöglichkeiten als auf dem Land.

Für die Städte selbst bedeutet der Zuwachs einen enormen Gewinn. Es entstehen darum vielerorts auf unbebauten Grundstücken neue Gebäude. Nicht nur Menschen gehen Beziehungen ein sondern auch Gebäude. Handeln die Stadtplanung und ihre Verantwortlichen beim Bau neuer Gebäude verantwortungsbewusst, entstehen interessante und passende Übergänge von alten nach neuen Gebäuden, ohne dabei einen Stilbruch zu erzeugen. Passen das Gesicht und die Form der Gebäude zusammen, profitieren nicht nur die Gebäude voneinander, sondern auch die Bewohner durch ihre Vielfältigkeit.

Architektur, Fotograf, Wolfgang G. Bertl, Eichstätt

Architektur, Fotograf, Wolfgang G. Bertl, Eichstätt

Panoramafreiheit beim Fotografieren

Im Anschluss an ein Kundengespräch wollte ich heute das Gebäude der Nürnberger Versicherungsgruppe fotografieren. Es ist ein eindrucksvolles Gebäude, das mich schon lange zum Fotografieren reizte. Das Wetter passte perfekt zum weiß-blauen Himmel und so fing ich an, mit der Kamera in der Hand, das Gebäude genauer zu betrachten. Es dauerte auch gar nicht lang, bis mich jemand vom Werksschutz fragte, was ich da so treibe. Er war sehr freundlich aber er sagte mir auch, dass das Fotografieren nur mit schriftlicher Erlaubnis der Geschäftsleitung möglich sei.

Nun, so viel Aufwand wollte ich nicht treiben, um ein paar Fotos von dem Gebäude zu machen und so verließ ich einfach das Grundstück. Vom nahen Gehweg, der Straße und einer Verkehrsinsel hatte ich auch einen guten Blick auf das Gebäude. In Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt gibt es die Panoramafreiheit. Darin gilt die bildliche Wiedergabe von Gebäuden die von öffentlichen Verkehrswegen (Straßen, Gehwegen, Plätzen etc.) aus zu sehen sind, auch wenn sie sich auf privaten Grundstücken befinden, als gestattet. Bis auf wenige Ausnahmen (militär. Objekte, Atomkraftwerke etc.) darf alles fotografiert und veröffentlicht werden.

Dennoch ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Zur Aufnahme dürfen keine zusätzlichen Hilfsmittel wie eine Leiter oder ein Gerüst verwendet werden. Eine sichtbehinderndes Element (Mauer, Busch, Zaun usw.) darf auch nicht ohne Weiteres durch ein Hochstativ überwunden werden. Das gilt auch dann, wenn sich das Stativ auf einer öffentlichen Straße befindet. Normale Stative sind von dieser Regelung nicht unbedingt betroffen. Allerdings ist es auch nicht erlaubt, von gegenüberliegenden Gebäuden aus zu fotografieren. Im Zweifelsfall ist die Erlaubnis des Urhebers (Architekten) einzuholen.

Wozu das alles? Nach der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland gehören Bauwerke, zu denen auch Gebäude gehören, zu den urheberrechtlich geschützten Gegenständen. Für eine fotografische Aufnahme ist also die Erlaubnis des Urhebers (Architekten) erforderlich.

Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

 

 

Nur einkaufen gehen war gestern

Heute geht man in den Supermarkt, trifft dort Gott und die Welt und manchmal auch die nette Nachbarin oder alte Freunde. Ein Ort um Kontakte zu knüpfen oder wieder zu finden. Ganz nebenbei findet Mann und Frau auch die Sachen aus der Einkaufsliste schnell und übersichtlich, eben alles was man braucht.

Manch ein Supermarkt braucht mal einen Relaunch, ein komplettes Update. Wenn dann alles fertig ist, komm ich dazu und mach‘ die Fotos auf denen Sie sehen, wie schön es geworden ist und wo man richtig Spass beim Einkaufen hat.

Industriefotografie - Wolfgang Bertl

 

Wenn Unlebendiges lebendig werden soll …

Kunst aus Stahl im Altmühltal

Unlebendiges lebendig machen, ist das stets das Ziel meiner fotografischen Arbeiten. Gerade die kalten und harten Formen wie zum Beispiel die Skulpturen eines in Obereichstätt (Altmühltal) lebenden Künstlers wirken auf uns oft wie tot. Die Auffassung und Kunst des Fotografen schenken dem scheinbar unlebendigem erst das Leben. Für den Betrachter der Skulpturen erscheint es schwer in die Welten des Künstlers einzutauchen. Es ist eine Welt voller Botschaften, Symbolen und Bildern, die sich in den harten und kantigen Skulpturen ausdrücken. Je mehr man sich jedoch damit beschäftigt, je mehr man sich selbst öffnet und sich seiner selbst bewusst wird, desto klarer und einfacher erscheinen die Formen und Gebilde.

Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

Fotografie – digitale Lichtbildgestaltung – Design

 

 

Torre Cube – Architektur in Guadalajara, Mexico

Bürogebäude in der gehobenen Wohngegend von Puerto de Hierro, Guadalajara, Mexico
Architektin: Carme Pinos
Höhe: 70 m
Canon 5D Mark II
24-105 mm f/4 IS USM
ISO 100
1/500 sec. / f/5.6 / 24 mm
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Mit der Architektur des Torre Cube  war die Architektin Carme Pianos beauftragt, die Fertigstellung in der gehobenen Wohngegend von Puerto de Hierro, Guadalajara war 2005. Der Corde Tube „spielt“ mit der Schwerkraft und der Balance auf einem seismologisch aktiven Untergrund. Der weiße Beton, markant für den Stadtteil, fügt sich nahtlos ein. Auffallend und einzigartig ist das Holz in dieser Aufmachung als Fassade, das neben dem scheinbar kalten Beton die herkömmlichen Materialen wie Beton Stahl, Glas und Aluminium begleitet.
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Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

Fotografie – digitale Lichtbildgestaltung – Design

 

 

Dokumentarische Architekturfotografie

Natürlich soll dokumentarische Architekturfotografie die Bauwerke stets exakt und originalgetreu wiedergeben. Viel mehr aber doch die Freude am jeweiligen Objekt, stets das bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Was wäre meine Arbeit ohne Freude am Fotografieren? Bauwerke sind die zu jeder Tageszeit bereit und auch ungeschminkt die attraktivsten Models, sie sind unvergleichlich schön mit ihren besonderen und individuellen Merkmalen – und bewegen sich dabei nicht im Geringsten.

Fotografie - digitale Lichtbildgestaltung - Design

Fotografie – digitale Lichtbildgestaltung – Design